© Bernd Borchardt

Preisträger BDA PREIS BERLIN 2009

Wohnhaus e3 Berlin

Berlin

© Bernd Borchardt

Wohnhaus e3 Berlin

Berlin
Projekt
E3
Architekt
Kaden | Klingbeil Architekten
Bauherr
e3 BauGbR

Das siebengeschossige Wohngebäude besetzt eine Baulücke in der vom Hausbestand aus der Gründerzeit geprägten Esmarchstraße und vermittelt durch einen Rücksprung im Obergeschoss zwischen den unterschiedlich hohen Nachbarbauten. Zwischen dem Betonrahmenwerk eines offenen Treppenaufgangs an der nördlichen Brandwand und dem Gebäudekörper bleibt eine offene Fuge für den Weg in den Blockinnenbereich, der geschossweise von Stegen überbrückt wird. In der Gebäudemitte liegen zwei Medienschächte, um die herum sich die Grundrisse der Wohnungen frei entwickeln lassen. Die Fassade wird durch loggienartige Einschnitte und versetzt angeordnete Fensteröffnungen bestimmt. Die zwischen den Fenstern gelegenen Wandabschnitte dienen der Aussteifung des Gebäudes und geben einen Hinweis auf die ihm zugrunde liegende Holzkonstruktion. Das siebengeschossige Tragwerk bildet ein in europäischen Ballungsgebieten einzigartiges Novum, das im Hinblick auf konstruktive, statische, brandschutztechnische und rechtliche Fragen neuartige Lösungen anbietet. Durch Vorfertigungsmöglichkeiten einzelner Elemente konnte der regendichte Rohbau in einer Bauzeit von acht Wochen errichtet werden.

Bericht der Jury: Die städtebauliche Einbindung des siebengeschossigen Gebäudes in Holzbauweise ist überzeugend. Die offene vertikale Erschließung löst nicht nur die brandschutzrechtlichen Belange, sondern liefert auch einen eigenständigen städtebaulichen Beitrag zur Blockrandbebauung. Durch die Freistellung des Treppenhauses und der individuellen Erschließungsbrücken wird eine spannende Verbindung zwischen öffentlichen und privaten Bereichen geschaffen.
Ein maßgeblicher, äußerst innovativer Beitrag ist das gewählte Konstruktionssystem für die Decken und Wände in Holzbauweise mit minimierten Aussteifungen in Stahlbeton.
Das Wohnhaus überzeugt auch im Hinblick auf die energetischen Anforderungen. Der ökologische Stellenwert hinsichtlich der Verwendung des nachwachsenden Rohstoffes Holz ist besonders hervorzuheben und zeichnet das Gebäude in seiner Gesamthaltung aus.

© Bernd Borchardt
© Bernd Borchardt
© Bernd Borchardt
© Bernd Borchardt

Preisträger

BDA PREIS BERLIN 2009 – Auszeichnung